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Blutdruck – Was ist das denn überhaupt?

Der Blutdruck – ein Phänomen für sich? Jetzt sofort erfahren Sie hier, was es mit dem Blutdruck auf sich hat. Es geht dabei um:

  • natürliche Einflussgrößen
  • positive & negative Faktoren
  • Blutdruckwerte (hoch, normal, niedrig)
  • nützliches Hintergrundwissen
  • Risiken
  • und vieles mehr. 🙂
Blutdruck in Balance bringen für ein gesundes langes Leben

Definition:

Als Blutdruck wird der Druck bezeichnet, mit dem unser Herz das Blut durch unsere Blutgefäße pumpt.

Aber viel wichtiger ist:

Wieso pumpt das Herz denn Blut durch unseren Körper?

Mutter Natur hat sich hier etwas geniales überlegt, um unsere Zellen mit den notwendigen Ressourcen (Sauerstoff und Nährstoffe) zu versorgen. Das Herz, kaum größer als eine geballte Faust, pumpt am Tag ca. 7.000 bis 10.000 Liter Blut durch unseren Körper und schlägt ca. 60x bis 70x in der Minute.

Diese grandiose Konstruktion reagiert auf verschiedene Einflüsse und passt die Leistung immer wieder an die aktuelle Situation (Bedürfnisse) an.

 

Mit anderen Worten: Der Blutdruck ist Teil einer Logistikleistung, welche selbst die Mondlandung in den Schatten stellt.

 

Aber nun genug von meiner Faszination, sondern … 3 – 2 – 1 in die Marterie! 🙂

Normaler und optimaler Blutdruckwert:

optimaler Blutdruck: systolisch <120 mmHg und diastolisch <80 mmHg

normaler Blutdruck: systolisch 120 – 129 mmHg und diastolisch 80 – 84 mmHg

Systole
Diastole
Puls

Diese Werte gelten als die „perfekten“ Werte. Wenn denn in dem Zusammenhang überhaupt von Perfektion gesprochen werden kann?!

Die Werte ändern sich teilweise in Sekunden, daher sind es eher „Richtwerte“.

Ein echtes Messergebnis könnte so aussehen:

Blutdruckmessgerät Display mit guten Werten

Normalwerte im Lebensverlauf (Baby – Kind – Jugendlicher – Lebensabend)

Frühgeborene (1000-2000g):   45 – 50 mmHg (systolisch)

Neugeborene (über 2000g):   70 – 80 mmHg (systolisch)

Säuglinge:   65 – 86 mmHg (systolisch)

Kleinkinder:   95 mmHg   zu   60 mmHg

Schulkinder (6.-9. Lj):   100 mmHg   zu   60 mmHg

Schulkinder (9.-12. Lj):   110 mmHg   zu   70 mmHg

Jugendliche / Erwachsene:   120 mmHg   zu   80 mmHg

Ältere Menschen:   140 mmHg   zu   90 mmHg

Einteilung der Blutdruckwerte

Die Werte werden in mmHg (Millimeter Quecksilbersäule) angegeben. Der erste Wert ist der systolische Wert und der zweite Wert ist der diastolische Wert. Zur Vereinfachung werden wir diese Angaben in der folgenden Auflistung nicht wiederholen.

 

niedriger Blutdruck:   <100 (Frauen) / < 110 (Männer)   zu   60

optimaler Blutdruck:   <120   zu   <80

normaler Blutdruck:   120 – 129   zu   80 – 84

hochnormaler Blutdruck:   130 – 139   zu   85 – 89

Bluthochdruck / Hypertonie:    >140   zu   >90

 

Der Bereich über 140 zu über 90 wird in 3 Grade unterteilt. Zusätzlich dazu gibt es 2 besondere Formen des Bluthochdrucks. An dieser Stelle werden wir ebenfalls die Begriffe mmHg, Systole und Diastole weglassen um die Übersichtlichkeit zu gewähren.

 

Grad 1 – leichter Bluthochdruck:   140 – 159   zu   90 – 99

Grad 2 – mittelschwerer Bluthochdruck  160 – 179   zu   100 – 109

Grad 3 – schwerer Bluthochdruck:   >180   zu   > 110

 

Besondere Formen sind:

isolierte systolische Hypertonie:   >140   zu   <90

isolierte diastolische Hypertonie:   <140   zu   >90

 

Im Bereich Bluthochdruck / Hypertonie werden noch weitere Einteilungen vorgenommen. Benötigen Sie eine ausgedruckte Blutdrucktabelle?

 

Bitte sehr, ein Download als PDF:

Blutdruck Tabelle

grafische Blutdruckbewertung nach ESC Guidelines
grafische Blutdruckbewertung nach ESC Guidelines

Blutdruck – maßgeblicher Faktor für unsere Gesundheit

Da der Blutdruck ein maßgeblicher Indikator für unsere Gesundheit ist, sollte dieser regelmäßig überprüft werden.

Mediziner empfehlen den Blutdruck selbst zu prüfen.

a) Auf diese Weise wird eine mögliche Veränderung des Blutdrucks erkannt.

 

b) Sie unterliegen in den eigenen vier Wänden nicht dem Weißkittel-Effekt

(Weißkittel-Effekt beschreibt, dass der vom Arzt gemessene Wert, auf Grund von Stress zu hoch ausfällt).

 

Hierzu benötigen Sie lediglich ein Blutdruckmessgerät und das Wissen wie sie die Blutdruckmessung richtig durchführen

Mein persönlicher Berührungspunkt zum „Blutdruck“

Mein Name ist Falk,

ich möchte Ihnen kurz berichten, wieso ich diese Seite ins Leben gerufen habe. Es steht Ihnen selbstverständlich frei diesen Punkt zu überspringen, hier geht es lediglich um meinen individuellen Aha-Effekt.

Gegen Ende 2017, während eines nicht unüblichen Büroalltags, wurde mir plötzlich seltsam. Ein äußerst unruhiges Gefühl erfüllte mich, meine Orientierung war irgendwie beeinträchtigt. Eine Körperwahrnehmung wie ich es noch nie zuvor gefühlt habe.

Trotz meiner bekannten Abneigung vor Arztbesuchen, dachte ich, dass es wohl in diesem Fall eine gute Idee sei.

Also bin ich am Folgetag zum Arzt, dort angekommen schilderte ich mein Anliegen und schon hing ich am Blutdruckmessgerät. Das Ergebnis war damals 151 zu irgendwas?!

Nun mag es möglicherweise seltsam klingen wenn, der Schreiber zum Thema Blutdruck sein Messergebnis nicht kennt.

Wieso kann das sein? Damals hatte ich einfach keinen Bezug zum Blutdruck oder zum Bluthochdruck!

Falk - Lächeln im Angesicht seines Blutdrucks

Ich fürchte, dass es vielen genauso geht wie mir. Aus diesem Grund möchte ich mein Wissen und meine Erfahrung mit Ihnen teilen.

 

Daher freue ich mich über Ihren Besuch und hoffe, dass meine Texte und Videos Ihnen weiterhelfen.

Ich freue mich über Ihr Feedback und werde bei jedem Thema versuchen meine eigenen Erfahrungen einzubringen.

Blutdruck – eine dynamische Größe? (natürliche Blutdruckschwankungen)

Mutter Natur hat aber nicht nur bei der Idee des Blutkreislaufes einen Hit gelandet, es kommt noch besser. Der Blutdruck ist eine dynamische Größe und ändert sich ständig.

Die Höhe des Blutdrucks orientiert sich grundsätzlich an unserer Aktivität:

  • Verlangen wir dem Körper mehr Leistung ab, dann steigt der Blutdruck und die Zellen erhalten schneller Sauerstoff und Nährstoffe.
  • Kommen wir zur Ruhe, dann senkt sich der Blutdruck und alles läuft geschmeidiger ab.

Es ist also natürlich wenn sich unser Blutdruck in bestimmten Situationen erhöht, denn dadurch werden wir leistungsfähiger und können schneller reagieren.

 

 

Es folgen einige Bilder die schematisch darstellen welche Aktivität bzw. welcher Zustand, wie auf den Blutdruck (BD) einwirkt.

Wieso werden zwei Werte beim Blutdruck genannt? (systolisch und diastolisch)

Einige werden diese 2 Werte kennen, doch was steckt dahinter?

Systole

Der höhere Wert, der systolische Wert, beschreibt den Druck während das Herz das Blut in die Arterien pumpt. (Kontraktionsphase)

Der systolische Blutdruck ist also der maximale Druck in den Blutgefäßen.

Diastole

Der niedrige Wert, der diastolische Wert, meint den Wert während das Blut wieder in die Herzkammer fließt. (Erschlaffungsphase)

Der diastolische Wert ist der kleinste Druck in den Blutgefäßen.

Für eine umfassende Erklärung:  „Systolischer und diastolischer Blutdruck“

Was beeinflusst denn den Blutdruck? (Einflussfaktoren)

  • Tageszeit bzw. der menschliche Tagesrhythmus (zirkadianer Rhythmus)
  • Wachheitsgrad (Wach- bzw. Schlafphase)
  • Körperstellung (Sitzen, Stehen, Liegen) (also wie anstrengend die jeweilige Körperhaltung für uns ist)
  • Anteil psychischer (mental, emotional) und physischer Aktivität (statisch, dynamisch)
  • Schmerzzustände
  • klimatische Bedingungen (Hitze, Kälte, Nässe, …)
  • physikalische Umgebungseinflüsse (Vibration, elektrischer Strom, Lärm, Höhenbedingungen / Sauerstoffmangel, erhöhter Luftdruck (Tauchen oder Pressatmung))
  • chemisch – toxische Faktoren
  • „Genussmittel“ (Rauchen, Alkohol, Kaffee)
  • Füllung der Harnblase

Physikalisch hängt der Blutdruck maßgeblich von folgenden Faktoren ab:

  • Gefäßwiderstand der Arterien
  • Herzminutenvolumen
  • Blutvolumen im Gefäßsystem
  • Entfernung zum Herzen

Diese Einflussfaktoren sind insbesondere beim „Bluthochdruck“ bzw. für das „Senken des Blutdruckes“ von entscheidender Bedeutung!

Physikalische Einflussgrößen auf den Blutdruck

Wann sollte eine Blutdruckmessung vorgenommen werden? (medizinische Sichtweise)

Aus der Sicht eines Arztes sprechen folgenden Argumente dafür (pro):

  • grundsätzlich bei neu aufgenommen Patienten (es sollten Blutdruckmessungen an beiden Armen vorgenommen werden, denn durch Verengungen können Druckdifferenzen auftreten. Relevant ist der Wert, der Arm, mit dem höheren Wert)
  • Menschen mit Herzkreislauferkrankungen sollten einer Messung unterzogen werden.
  • Nach Operationen zur Überwachung
  • bevor das Training zur Steigerung der Bewegungsfähigkeit beginnt. (vor der Mobilisation)
  • bei Verdacht auf Hyper- oder Hypotonie

Aus der Sicht eines Arztes sprechen folgenden Argumente dagegen (contra):

Der Anlass die Messung nicht bzw. an einer anderen Stelle durchzuführen hat in der Regel gravierende medizinische Gründe:

  • venöser oder arterieller Zugang → um Stauungen und Gefäßschädigungen zu vermeiden, sollte der andere Arm genutzt werden.
  • Bei einem Shunt kann es ebenfalls zur Beeinträchtigung oder Schädigung kommen, auch hier den anderen Arm benutzen
  • Lymphödem
  • bei bestimmten Haut-, Knochen-, oder Muskelerkrankungen.
  • Frustrane Punktion einer der beiden handversorgenden Arterien → andere Seite nutzen

Fazit – Blutdruckmessung:

Eine Blutdruckmessung ist, außer in wenigen Ausnahmefällen, immer eine gute Option um über den eigenen Blutdruck informiert zu sein und frühzeitig auf Veränderungen reagieren zu können.

Hoher Blutdruck vs. Niedriger Blutdruck vs. Normaler Wert

3 mögliche Ergebnisse einer Blutdruckmessung:

  • normaler Blutdruck

Sie dürfen ihren Blutdruck gern weiterhin regelmäßig kontrollieren. Ihr Blutkreislaufsystem wird nicht übermäßig strapaziert. Ernähren Sie sich gesund, treiben Sie Sport und genießen Sie das Leben.

  • niedriger Blutdruck (Hypotonie)

Ein zu niedriger Blutdruck schädigt nicht Ihre Blutgefäße und muss daher nicht zwingend behandelt werden. Allerdings kann es soweit gehen, dass eine Minderversorgung an Sauerstoff zu Schwindelgefühl oder sogar zu Black-Outs führen kann.

Kurzfristig kann eine waagerechte Position (liegen) schnell die Unterversorgung ausgleichen. Allerdings gehen mit Black-Outs natürlich auch Risiken einher.

Bei einem Sturz könnten Sie selbst verletzt werden oder wenn Sie eine Maschine bedienen oder sogar Auto fahren könnten die Folgen verheerend sein. Häufig erleben betroffene aber nur schwache Symptome wie z.B. Zittern, Müdigkeit, Schwächegefühl oder einen erhöhten Puls, welcher allerdings Nervosität hervorrufen kann.

  • Zu hoher Blutdruck (Hypertonie)

Zu hoher Blutdruck ist ein Thema, mit dem sich die meisten leider erst beschäftigen wenn Sie bereits unter zu hohem Blutdruck „leiden“. Leiden ist sicherlich ein äußerst seltsamer Begriff in diesem Zusammenhang. Denn da wir zu hohen Blutdruck in der Regel nicht spüren, leiden wir auch nicht wirklich. Doch erhöhter Blutdruck ist eine erschreckend ungünstige Situation.

„Hier mehr zum Thema Bluthochdruck lesen“

Verstehen Sie mich nicht falsch, das Leben sollten Sie immer genießen. Allerdings ist bei Bluthochdruck eine andere Art von Genuss eventuell eine Option. 🙂
Falk hat Freude an den Erkenntnissen zum Blutdruck
Falk
Das Gesicht hinter Blutdruck-Balance.com

Risikofaktoren – hoher Blutdruck

  • Rauchen
  • Stress
  • Alkohol
  • Bewegungsmangel
  • Übergewicht
  • Cholesterin
  • Zuckerkrankheit
  • allgemein ungesunde Ernährung

Positiver Einfluss auf den Blutdruck

  • Sport & Bewegung
  • Gesunde Ernährung
  • Entspannung
  • Wohlbefinden

Schwankender Blutdruck im Tagesverlauf

Wie wir bereits wissen ist der Blutdruck eine dynamische Größe, welcher sich aufgrund von diversen Einflussfaktoren auf natürliche Weise verändert. Daher unterliegt der Blutdruck im Tagesverlauf ganz natürlichen Schwankungen.

Langzeit Blutdruckmessung

Blutdruck Entwicklung im Laufe des Lebens

In der Regel steigt der Blutdruck mit zunehmendem Alter an. Als Grund wird hier die nachlassende Elastizität der Blutgefäße genannt. Insbesondere die Arteriosklerose spielt hier eine große Rolle. Im Volksmund wird es auch häufig Arterienverkalkung genannt.

Geschichte des Blutdrucks und der Blutdruckmessung

Vor über 300 Jahren wurde die erste bekannte Blutdruckmessung durchgeführt. Der englische Physiologe Stephan Hales führte ein Glasrohr in die Halsschlagader eines Pferdes und beobachtete wie sich das Blut in der Röhre verhielt. Es stieg auf ca. 2,5 Meter an. (erste invasive Blutdruckmessung)

Sphygmograph (altgr. "Pulsschreiber")

Das erste Gerät seiner Art wurde vermutlich im Jahre 1854 von Karl von Vierordt entwickelt. Mit Hilfe des Sphygmographen konnten die Ausschläge des Pulses graphisch dokumentiert werden. Je stärker Puls war, desto höher wurde der Ausschlag aufgezeichnet. Ein absoluter Blutdruck konnte hier jedoch noch nicht gemessen werden. In den folgenden Jahren wurde der Sphygmograph von verschiedenen Personen weiterentwickelt und verbreitet. Allerdings stand er in Konkurrenz zur „Pulsuhr“ und konnte sich damals nicht so richtig etablieren.

Riva-Rocci: Warum steht rr für den Blutdruck?

Der italienische Arzt Scipione Riva-Rocci entwickelte im Jahre 1896 eine pneumatische Armmanschette zur indirekten Blutdruckmessung. Im Grunde funktionierte die Erfindung damals bereits ähnlich wie heutige Blutdruckmessgeräte.

Ein Schlauch, welcher um den Oberarm gelegt und aufgepumpt wurde, unterbrach die Blutzufuhr. Damals wurde der Manschettendruck mit einem Quecksilber-Barometer angezeigt. Während der Druck kontrolliert aus der Manschette abgelassen wurde, wurde zeitgleich der Puls an der Arteria radialis ertastet.

Sobald der Druck des Blutes höher ist als der Druck in der Manschette konnte das Blut wieder fließen und der Puls wieder ertastet werden.  (wird auch die palpatorische Messung genannt)

Auf diese Art konnte der obere Wert des Blutdrucks (systolischer Wert) bestimmt werden.

Der diastolische Wert war allerdings mit diesem Verfahren nicht zu bestimmen.

Da das Prinzip der unblutigen Messung am Arm auf diese Erfindung zurück geht, wird auch heute noch das „RR“ als Synonym für den Blutdruck genutzt und der Wert in mmHg angegeben.

Was sind nun die Korotkow-Geräusche?

Das damalige Verfahren wurde durch den russische Militärarzt Nikolai Sergejewitsch Korotkow verbessert. Als er um 1905 die Geräusche entdeckte die das Blut verursacht wenn die Arterie sich teilweise wieder öffnet.

Für eine detaillierte Erklärung klicken Sie hier: → (Systolischer und Diastolischer Blutdruck)

Methoden der Blutdruckmessung

Wir haben die Messmethoden bereits in dem Absatz zuvor angerissen, aber noch nicht näher erläutert, das wollen wir hier nachholen.

Wir beginnen mit einer Übersichtsgrafik und erläutern anschließend die einzelnen Methoden genauer.

Grafik zu den Blutdruckmessmethoden

Blutdruckmessmethoden - invasive, nicht invasive, blutig und nicht blutig, indirekt und direkt, inklusive der technischen Entwicklung
Blutdruckmessmethoden (direkte und indirekte) inkl. technischer Evolution der Messmethoden und der jeweiligen Einsatzgebiete

direkte Methode:

(blutige Messung oder auch invasive Messung)

Die direkte Methode war vor unserer zeit vermutlich eine teilweise sehr blutige Angelegenheit. Heute wird diese Methode nur noch bei Herzkatheteruntersuchungen, großen Operationen oder intensivmedizinischen Überwachungen eingesetzt.

Denn im Vergleich zur indirekten Methode sind der Aufwand und das Risiko zu hoch.

indirekte Methode

(unblutige Messung oder nicht-invasive Messung)

Aller erste bekannte indirekte Blutdruckmessungen reichen bis in das 16. Jahrhundert zurück. Der Physiologe Vierordt entwickelte damals das erste nicht-invasive Blutdruckmessgerät.

 

Richtig interessant wurde es dann als Riva-Rocci eine aufblasbare Oberarmmanschette mit einem Druckmanometer nutzte um dier palpatorischen Messung durchzuführen. Der Nachteil dieser Methode ist, dass lediglich der systolische Blutdruck erfasst werden konnte.

 

Die auskultatorische Messung, die Verfeinerung der Riva-Rocci Methode. Der erste der diese Technik einsetze war Nikolai Sergejewitsch Korotkow. In der Regel werden dabei die Verwirbelungsgeräusche des Blutes (die sogenannten Korotkow-Geräusche) mit Hilfe eines Stethoskopes abgehört.

Mit dieser Methode können Systole und Diastole erkannt werden, es ist allerdings bei einer lauten Umgebung schwierig die Geräusche wahrzunehmen.

 

Die Oszillometrische Messung, wenn man so möchte, ist das die modernste Methode um den Blutdruck zu messen. Genutzt werden hier moderne Drucksensoren die mit Hilfe von speziellen Algorithmen den Blutdruck errechnen.

Die Vorteile dieser Methode sind: „Unabhängigkeit von Umgebungsgeräuschen“ und „realtiv kostengünstig, da kein weiteres Personal notwendig ist“.

Ein möglicher Nachteil ist, dass es keinen anerkannten Standard für die Algorithmen gibt und jeder Hersteller andere Berechnungen verwendet. Diese unterscheiden sich teilweise sogar von Gerät zu Gerät.

Zusammenfassung Blutdruck und Geschichte:

„RR“ Synonym für Blutdruck nach Riva Rocci

2 Werte (systolisch und diastolisch)

mmHg steht für Millimeter Quecksilbersäule

Blutdruck kann in der Regel positiv und/oder negativ beeinflusst werden

Korotkow-Geräusche sind Zirkulationsgeräusche des Blutes

2 Messmethoden (indirekte und direkte)

Blutdruck FAQ

Wie viel bar ist ein mmHg?

Der Blutdruck wird in mmHg angegeben. 1 mmHg ist der Druck, den ein Millimeter (mm) einer Quecksilbersäule (Hg) ausübt. Dabei entspricht: 1 mmHg = 0,00133 bar.

Welches Blutdruckmessgerät Oberarm oder Handgelenk?

Die Antwort ist natürlich nicht so einfach wie man es gerne hätte. Grundsätzlich wirken hier diverse Kriterien und unterschiedliche Zusatzfunktionen in die Qualität der Messgeräte. Das wichtigste aller Kriterien bei der Auswahl von Blutdruckmessgeräten ist die Messgenauigkeit.

 

Allerdings können sowohl Handgelenk Blutdruckmessgeräte genauso wie Oberarm Blutdruckmessgeräte eine relativ hohe Messgenauigkeit abliefern, wenn sie denn richtig benutzt werden. Grundsätzlich sind Oberarm Geräte einfacher in der Handhabung und Handgelenk Geräte gemütlicher.

 

Experten wie z.B. Professor Dr. Manfred Anlauf** empfehlen allerdings Handgelenkgeräte nicht in Arztpraxen und Krankenhäusern zu verwenden, da die Wahrscheinlichkeit einer korrekten Messung bei einem Oberarmmessgerät größer ist. Mit anderen Worten, wird die primäre Verwendung von Oberarmmessgeräten empfohlen. Allerdings mit dem Hinweis, dass Handgelenkmessgeräte eher zur häuslichen Überwachung geeignet sind.

Weitere Informationen zu den jeweiligen Vor- und Nachteilen finden Sie auf den Seiten für Blutdruckmessgeräte und mehr Informationen zu unseren Tests und den Kriterien finden Sie auf der „Test-Seite“

Gibt es eine Übersicht der Hersteller von Blutdruckmessgeräten?

Hier sind alle Hersteller von denen wir bereits Geräte getestet haben.

Abschluss (Bitte und Danke)

Ich bin ein Freund von Bitte und Danke, das sind wenige Buchstaben die uns das miteinander versüßen. Daher:

 

DANKE:

Dass Sie sich die Zeit genommen haben und bis zu dieser Zeile gelangt sind. Das nehme ich als Kompliment und es wird mich motivieren weiter viel Energie zu investieren. 🙂

 

Bitte:

Wenn Ihnen etwas aufgefallen ist, etwas fehlt, etwas unklar geblieben ist, oder wenn ich Ihnen mit dem Inhalt weiterhelfen konnte, dann ist ein Feedback/Kommentar wie ein Geschenk.

Selbstverständlich nehme ich auch gerne gezielte Fragen, aber bitte keine zu einer medizinischen Behandlung, das sollten wir Ihren Ärzten überlassen. 🙂

 

Nach den Quellen sollte bald eine Kommentarfunktion zur Verfügung stehen, aber erst wenn ich das mit den neuen Datenschutz Richtlinien konform habe. Alternativ gerne per Email an: Falkstockhorst@gmx.de


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